Weshalb die Hexenjagd/der Hexenjagddurchführende verpöhnt ist. (political correctness included)

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      Weshalb die Hexenjagd/der Hexenjagddurchführende verpöhnt ist. (political correctness included)

      Ich fühle mich geehrt, liebe Frau Eduardin Laserin und lieber Herr Eduard Laser,

      auf dieses Thema bin ich auf der Blackliste/die Blacklistin gestoßen ( :kappa ). Naja, und im Grunde/Grundinen überall sonst auch. Beispielsweise in der Justiz/die Justizia. Wobei das ja manchmal so überhaupt keine/n wirkliche/n Sinn/Sinninesin macht. Da darf man also zum Beispiel/Beispielin.. manchmal gar keine Namen/Naminen nennen! Also schon, aber da spielt häufig auch Politik/Politok eine Rolle/ein Rollo, die einem dann sagt, was man jetzt nun sagen darf und was kritisch sein könnte. Daher darf man es prinzipiell also erstmal überhaupt nicht. So. Hätten wir das geklärt.

      Aber warum ist das denn so? Warum ist es moralisch integriert, dass wir Krebsgeschwüre/Krebsgeschwüron der Gesellschaft/Gesellschaftor, deutlich Ausgestoße/Austgestoßin und Freiwillige/Freiwilligin dazu also, heuchlerisch als Willkommen und mit Respekt/Respektin behandeln? Denn niemand/niemandin, der/die sich zweifelfsfrei dem Menschen/der Menschin zugehörig fühlt, ist dauerhaft ein/e funktionsführende/r Wirt/in für Unterdrückung/Unterdrückungon der eigenen Emotionen/MännlicheFabrikatoren! Das Resultat ist demzufolge Frustration/Frust, mangelndes Zugehörigkeitsgefühl bis hin zu Revolutionsgedanken/Che Guevera! Und solche Gefühle gehören, imo, gefälligst auf die Arbeit/den Arbeitseinteilungsvorgang ! So. Hätten wir das geklärt.

      Ist es eigentlich nicht logisch, dass jener, der sich wie ein Depp/eine Deppin benimmt, als solche/r auch entsprechend anerkannt, respektiert und ehrenvoll verstoßen wird? Sozusagen "Früher warst du ein Mensch/eine Menschin und jetzt bist du ein/e Depp/in - tschüss!" So. Und wenn diese/r, sich selbst ins Aus Geschossene/Geschossenin, weg oder als solche/r gebrandmarkt ist, dann greift theoretisch doch keine Vollwertigkeit/Männlichkeitsbrusthaarbesitzer mehr?

      Wenn ich also beispielsweise, ich bin ein Er (zmd laut dem letzten Test), zu jemandem hingehe und sagt: "Da stinkt jemand aber ganz schön nach Oil of Oleg, wa? Höahöahöa! Muahahaha!" dann werde ich verdient ausgegrenzt - aber aus dem falschen Grund/der falschen Gründin! Denn man ist anuriniert aufgrund des Satzbau's/der grammatikalischen Wahl - nicht wegen Oleg - so zwanghaft negativ mir gegenüber eingestellt. Da hätte ein Oleg direkt das Recht auf eine/n Gleichstellungsbeauftragten/in. Aber da interessiert es ja niemanden. Zudem ist es ein/e schlechtes Beispiel/in - Gerüche sind bekloppt. Sagen wir, ich sage "Du in sich selbst verkrümmelndes Gengranulat".. Ne, warte. Tut mir Leid, ich bin teilweise zu nett, imo. Äh. Hier - Obacht - Beleidigung incoming! Wenn ich also jetzt sage "Hier.. deine Existenz war eine Verschwendung an wertvollen Ressourcen.", dann ist das doch ganz schön übel, ne? Auch wenn ich dann Recht haben könnte, so wäre ich erstmal schwarz gelistet. So ! Aber indem ich so weit in die Offensive/der Kriegsoffende bin, mache ich mich logischerweise doch angreifbarer, als wenn ich die Klappe halte. Moment, ich hab den Kern verfehlt. Gebt mir eine Sekunde.

      So! Also, wenn der Wolf jetzt so ein Reh reisst, dann haben Rehe doch das Recht, diesen Wolf nach Strich und Faden auf Facebook zu disliken, nicht wahr? Aber man darf eben nur nicht Wolf sagen, sondern, pffff wat weiß ich, vierbeinigiges haariges Tier mit Zähnen dessen Name sich auf Golf reimt - dann gehts! Aber warum geht des denn dann denn da..denn?! Warum so unnötig kompliziert machen?

      Wenn jemand Mist baut, und weiß, dass er gegen moralische/gesetzliche/whatever Regeln verstößt, macht er sich doch vogelfrei damit. Das nutzt man nicht aufgrund des natürlichen Instinkten des Sadismus aus, sondern aus Informationsweitergabe - sozusagen aus gutdünkendem Überlebensinstinkt seiner Herde zuliebe. "Hier, guck mal, der Kevin, der klaut dir Spielzeug wenn du mit ihm spielst" z.B. Ich weiß wie Kevins ticken - da macht ihr mir nix vor ! Sind alle gleich! Fangen alle mit K an ! Klauen nämlich auch! Obvious ! Von Franziskas will ich mal gar nicht erst reden! Da ist der Zenit ja doppelt so umgewuchtet!

      Aber zurück zur Kernfrage. Wie ihr seht, habe ich inzwischen Gender-Mainstreaming ( :kappa ) wieder hinten angestellt. Political Correctness ist nämlich nur auf politischer Ebene relevant und hat mit der praktischen Existenz und der praktischen Nutzung der Dinge nichts zu tun. Menschen lassen sich von niemandem sagen, wie sie zu reden haben oder welche Wertung welches Wort hat. Das bestimmten sie in der Regel selbst. Zwar sorgt das ab und an für Probleme oder Kommunikationsschwierigkeiten, dennoch scheint ein Großteil dieser wieder gelöst zu werden, sollte es denn mal angesprochen werden. Spricht man es nicht an, kann es zu Kriegen kommen. Auch wenn manche an Dickeirigkeit verloren haben, so schätzen sie Ehrlichkeit noch immer. Auch wenn sie ihr nicht mit gleicher Kraft entgegen kommen. Also.. tun sie. Aber eben so, dass der ehrliche Kritisierende es nicht mitbekommt. Sie werden somit also zu Grimar Schlangenzunge. Und wir wissen, wie der aussieht.

      Woher also kommt das Verbot von 'Hexenjagden'? Schutz der Privatsphäre?
      Wie ist es denn bei kompetativen Spielen? Wenn man in der Realität 5 gegen 5 spielt und ein Spieler trollt, sein Team es jedoch nicht als Spaß sondern Sabotage ansieht, dann hat derjenige danach eine höchst interessante Zeit. Zurecht, meiner Meinung nach. Aber weshalb sind diese Leute im Internet geschützt? Denn durch den Schutz - ändert sich nichts. Verschwiegenheit hat noch nie etwas gebracht, ausser Boom-Effekte die das Schweigen in die Luft sprengten und für Chaos sorgten. Wie ein Mensch in einer Zwangsjacke, die er seit seiner Geburt trägt, er an Körpermasse gewinnt und die Jacke Stück für Stück auseinander reisst. Was dann passiert, kann niemand voraussagen.

      Don't feed the troll, sagt man immer. Und das stimmt auch. Aber was passiert, wenn der aggressive Troll merkt, dass 500+ Menschen in seinem Umfeld nicht seiner Meinung sind? Wenn er das Karma zu spüren bekommt?

      Was passiert, wenn man sich dafür 5 Minuten nimmt und darüber nachdenkt? Zu welchem Ergebnis kommen wir?


      Meine 4 Mark 80, plus 7 Pfennig Dosenpfand und eine Schnuckeltüte für jedermann.

      mfg
      Der tattoowierte Philosoph im Prinzessinnenkleid, mit schwarzer Sonnenbrille und basshaltige Bushido Musik im VW Käfer. :thumbup:
      Es relativiert sich ab Mitte des Textes. Im ersten Teil mockiere ich mich hauptsächlich mit Political Correctness/Gender Grammar über das Thema, da ich darin eine Verbindung sehe. Als Beweis dafür, dass Texte extrem abschrecken, wenn man bei Worten eine Geschlechtergleichheit strikt einhalten möchte und in welche Absurdität es sich bewegen wird, sollte man höchst penibel darauf achten, dass sich niemand angegriffen fühlen könnte.

      Political Correctness (...) hat mit (...) der praktischen Nutzung der Dinge nichts zu tun. Menschen lassen sich von niemandem sagen, wie sie zu reden haben oder welche Wertung welches Wort hat. Das bestimmten sie in der Regel selbst.


      Hauptsächlich geht es darum, dass ich die Erwähnung von Missetaten in Verbindung mit dem Namen des Verursacher als Tabu nicht nachempfinden kann.
      Selber war und bin ich relativ häufig in der Rolle des Opfers (Ehrlichkeit = bäh! = Verdrehung der Tatsachen = Shitstorm), jedoch bin ich in meinen Meinungen sicher genug, um sie auch gegen eine deutliche Mehrheit vertreten zu können und benötige keinen "Mitleidsschutz". Meinetwegen kann es jeder wissen. Wenn sich jemand aus dem Fenster lehnt, sollte ihn jeder sehen und hören können und entsprechender es auch ertragen müssen. Gleichzeitig ist er dann in der Lage, sich rechtfertigen zu können, wodurch sich viele selbst eine Meinung bilden könnten.

      Theoretisch.
      Gerade etwas im ARK-Subreddit rumgetrollt und einen Text gefunden, der ziemlich gut passt (zwar im Bezug auf ARK, aber Prinzip ist gleich):
      Spoiler anzeigen
      The reason such rules exist are to stop wrongful accusations. Let's give an example: Some dude gets his base raided and gets butthurt as all hell about it, but happens to have been recording/screencapping. One of his opponents manages to get a really great shot off on him, like a one in a million chance, but he gets it. There's no foul play involved, just luck and skill. So the guy who has his base raided uploads this gameplay, claims to other guy was aimbotting, and edits it in such a way as it appears to substantiate his claims. He lists in-game names, he lists Steam profiles, lists the server, the absolute works. The guy who made the shot is now getting totally and completely harassed for no reason other than playing the game correctly. That's not fair. I'm not saying that there aren't people who are cheating at the game, but how does listing this kinda shit in public help? What can people on Reddit or YouTube or the Steam userbase do to stop it? Nothing. But Wildcard can ban these people. So surely it's better to use actual evidence, through official channels, in order to get that person genuinely removed from the game? Cos let's be fair, all you have to do is change servers, change Steam name etc. and you're pretty much anonymous again anyways and the cheater can start all over again. So the witch-hunt gains you absolutely nothing.

      TLDR:
      Gehen wir mal davon aus, Person A und Person B kennen sich länger.
      Unter diesen beiden ist der Begriff "Nab" (austauschbar) vollkommen normal und ohne jeglichen bösen Hintergedanken.
      Über den Chatraum finden A und B ein paar andere Leute, darunter Person C.
      Nachdem A bei etwas failt, sagt b im Spaß "Du nab". B weiß wie es gemeint ist. C jedoch nicht, sieht das als Beleidigung an eröffnet einen Thread im Forum, um auf die vulgäre Ausdrucks von A hinzuweisen->A wird gemieden.
      Bei einem regulären Melde-prozess könnte B gefragt werden und es würde mit einbezogen werden, dass A und B sich länger kennen und das kein problem ist->Problem solved.


      TLDR des TLDR:
      Um Sachen die falsch aufgefasst werden könnten zu vermeiden, keine Hexenjagd (auch Vermeidung von Lynchjustiz/Mobjustiz).
      Bei regulärem Meldevorgang kann dies meist genauer überprüft werden, ohne dass bei falschen Alärmen der Ruf zerstört/angekratzt wird.
      FAQ bzw. nützliche Threads
      Falls noch Fragen offen sind, einfach an mich wenden.

      Es gibt keine blöden Fragen,
      Nur blöde Antworten.
      Ich find das Thema interessant, war aber extrem anstrengend den Text zu lesen, dein TL:dr-Teil war da wesentlich aufschlussreicher - sorry.

      Anyway, jemanden an den Pranger zu stellen ist im Endeffekt nichts Anderes als nach Sympathie für eine Form der Vergeltung zu buhlen. Meist will man damit seine Hypothesen und Theorien untermauern.
      Mal abgesehen von der Ausgangssituation versucht man dadurch die eigene Warnehmung zu bestätigen, also sich selbst in dem ganzen Chaos, was wir Zivilisation, Politik oder was auch immer nennen.

      Noch einfacher, die "Hexenjagd" dient also nicht dem allgemeinen Wohl jemanden dingfest zu machen, eine Person einer Straftat oder was auch immer zu bezichtigen, sondern seinen eigenen Ego zu boosten.

      Das lächerliche ist aber, dass die meisten Menschen das nicht auf den ersten Blick verstehen und dann durch eine einzige Person ein ganzer Zirkus ins Rollen geraten kann. Krasse Paradebeispiele dafür sind die NSDAP und die Judenverfolgung, wobei das im gesamten nicht von einer Person losgetreten wurde.

      Der Mensch braucht also zwei paar Stiefel, den einen für sich selbst, den anderen für die Gesellschaft. Den Weg des Lebens begeht man dann mit beiden.
      Fokus meiner Ansprache sollte auch nicht an der Verteufelung einer Person durch eine gesamte Community orientiert sein. Es geht eher um, sagen wir mal, Aufklärung.

      Jemand wird gebannt, gemuted oder ähnliches. Weshalb? Hatte der Gebannte nur einen schlechten Tag oder sind jene/r der/die sich beschwerten nur extrem empfindlich/nicht gesellschaftstauglich? Letztere gibt es doch weitaus mehr als man denkt. Ich selbst wurde bereits von zwei, drei LdGlern hart angegangen als man Kritik übte. Ist das ein Grund, die Personen deshalb aus der LdG auszuschließen? Ich weiß es nicht. Dann müsste man vorab jeden Neuling auf seine Reife überprüfen. Es ist schwer zu zu sagen, wo da die Grenze einer Anmaßung ist. Ich persönlich komme mit der Beschimpfung "A*****löchelchen" besser klar, als mit 'Junge' oder 'Digger' angesprochen zu werden. Ich finde alle drei Varianten nicht sonderlich sozial. Müsste ich wählen, würde ich mich für jenen entscheiden, der mich lieber als Körperteil beschimpft. Wobei ich natürlich alle drei Varianten meiden möchte.

      Ich möchte ein Beispiel geben. In einem Twitch Chat eines sehr bekannten deutschen Youtubers wurde ich mit einem Permaban belegt. Weshalb? Der Stream war zuende und man quatschte (sofern das bei 6k Zuschauern möglich ist) traditionell. Man sprach über ein Thema mit dem ich mich sehr sehr gut auskenne und es entsprechend locker nehme. Irgendjemand fühlte sich dadurch angegriffen. Leider war dieser Jemand einer der drei Lieblingsmoderatoren des Streamers und
      empfahl mir Schweigen, da man meine Sicht der Dinge als offensiv ausgelegt hatte. Ich begann zu diskutieren und erklärte mich. Es folgte ein Mute. Daraufhin folgte das von Hekatoncheiren definierte Ego-Boosting. Man mockierte sich über mich, bejubelte den Moderator und als ich wieder schreiben konnte und fragte, was das soll, stöhnte jedermann und man verlangte eine Entschuldigung. Da diese nicht folgte, kam ein Perm-Ban von 7 Tagen. Als ich daraufhin einen Beschwerde-PN (mit chatverlauf) an den Youtuber schickte, dass seine Moderatoren genau das Gegenteil von dem tun, was er so alles predigt, bekam ich einen
      Perm-Ban. Der Witz daran; Er überprüft seine Nachrichten selten selbst, sondern das tut jemand anderes. Wer bloß? Exakt - jener Moderator.

      Das Ergebnis ist, dass ich sowohl diesen Youtuber als auch seine millionenschwere Community dezent verachte, da ich es so widerlich, schleimig, heuchelhaft paradox finde und an moralischer Inzestiösität nicht zu übertrumpfen ist. Ich weiß, in diesem Fall, bin ich nur eine Zahl. Ich bin egal. Aber ich besitze eine Stimme und Einfluss auf meine Mitmenschen. Ist es für mich jetzt gestattet, mich zu beschweren oder sollte ich es unter den Tisch fallen lassen, als wäre es nie passiert?

      In diesem Fall kommt nur ein Einziger zu Schaden - Ich. In einem Chat ist ein Einziger vollkommen frei von jeglicher Relevanz. Doch in einem Projekt oder einem Spiel ist es jedoch anders.

      Wir alle kennen es, dass jemand schlecht von irgendjemanden redet, oder die Gesellschaft von Person X meidet. Je nachdem, wie gut wir den Schlechtreder kennen vertrauen wir seinem Urteil oder machen uns unser eigenes Bild. Und zu Letzterem bedarf es eine detaillierte Situation des finalen Urteils. In der Öffentlichkeit (und auch hier) wird diese Situation jedoch verschwiegen, da es zu einer Hexenjagd kommen könnte. Und da liegt mein Problem.

      Wie soll diese Hexenjagd aussehen? Dass jeder LdGler seine Berechtigung zur Mitgliederschaft beweist und diese Person dann übelst zuflamed? Also, sprich, man provoziert eine automatische Aussortierung die sogar positive Auswirkung auf alle haben könnte? Ich glaube eher nicht.

      Ich will auch kein öffentliches Gericht oder dergleichen. Lediglich eine Nennung des Namens und sein Vergehen. Dass die Admins o. anderweitig Zuständigen die Meldungen überprüfen stelle ich ja nicht in Frage. Aber ich bin eben eher der 'Eigene Meinung bilden' Typ. :rolleyes:
      Mir fällt es recht schwer deinen Beweggrund zu sehen, da scheint es viele zu geben. YT und Twitch sind Dinge über die ich nicht reden kann, da ich beide Formate für absolut überzogen und lächerlich halte. Bei Twitch gibt es meiner Meinung nach nur eine einzige Person die zum Streamen eignet, aus welchen Gründen auch immer ist erst mal unwichtig.
      Wenn es dir um die Aufklärung und dann die eigene Meinungsbildung geht, musst du erst einmal an deinen Wertekatalog denken. Dieser kleine Zettel im Kopf, der dir sagt was scheiße und was gut ist.
      Ich muss da ein Stichwort bringen, ich versuch dir das gar nicht zu unterstellen aber es gibt Menschen die Gefühlsblind sind. Sie emfpinden eigentlich nicht viel auf mentaler Ebene, sondern lediglich die körperlichen Symptome. Soll heißen, du hast hunger, kannst mit dem Gefühl auf mentaler Ebene nichts anfangen. Dein Magen tut aber weh, du hast relativ lange nichts gegessen und musst daher "manuell", dich selbst daran erinnern Essen zu fassen. Ganz soalppes, simples Beispiel.
      Was passiert nun wenn besagte Personen versuchen einen Wertekatalog zu erstellen? Geht schlecht. Werte werden durch Sozialisationsprozessen gebildet, wobei Gefühle und Erfahrungen, die dir sagen was scheiße und was gut ist, absolut relevant sind. Man ist daher als Mensch, sofern nicht Gefühlsblind, nicht in der Lage Objektiv zu sein. Und selbst Gefühlsblinde Menschen haben körperliche Symptome wenn sie sich verlieben, erregt sind, glücklich oä.
      Kurzum, wenn man niemanden an den Pranger stellen will, versucht man Personen auch vor sich selbst zu schützen - und daher das Beispiel mit Hitler.

      Die eigene Meinung zu bilden ist in der heutigen, schnell entwickelnden und evaluierenden Welt sehr schwer. Inzwischen ist so ziemlich alles ein Wettbewerb - meine Meinung dazu ist, dass wir in ein paar Jahren Jahrzehnten deshalb einen sozialen Kollaps erleben. Der Mensch passt sich in erster Linie an seine Umgebung an. Wenn nun um ihn herum alles schneller geht als er damit umgehen kann, dann nehmen Bewertungen ihm einen riesigen Teil seiner sozialen Arbeit ab. Kurzum, heutzutage bekommt man Erfahrung vorgekaut und jeder meint über alles Reden zu können (ich auch, kappa). Es entstehen Streitgespräche wo keine sein müssten und Übereinstimmungen auf falscher Basis.
      Ich glaube einfach, dass es Teil der LdG Mentalität ist oder auch derer Personen, die sich darüber im klaren sind, Menschen eigene Erfahrungen sammeln zu lassen. Und das heißt, besagte Person selbst kennen zu lernen. Im Grunde finde ich, hast du deine Frage dahingehend schon selbst beantwortet.

      Also was haben wir:
      1. Der großteil der Menschen ist zu leicht zu beeinflussen und möchte danach nicht wieder von seiner Meinung abtreten, da es mehr soziale Arbeit bedeuten würde.
      2. Großer Sprung, aber: Kant redet beim Menschen vom radikalen Bösen. Ich glaube der Zusammenghang passt, aber kurzum: Der Mensch macht von Natur aus das Gegenteilige vom Sinnigen. Ich würde das in den meisten Fällen Entdeckerdrang nennen, Kant nennt es böse.
      Kurzum, du magst dir deiner Handlungen in der Hinsicht bewusst sein, der Großteil der anderen ist es aber nicht und neigt dazu, direkt zu verurteilen. Und glaub mir, das macht jeder Mensch, egal wie alt. Und schreit der Helmut nach einem Opfer und es folgen ihm viele, die dann sympathisieren, dann versuchen sie auf Grund des Wertegefühls von Helmut Zuspruch ihrerseits zu erhaschen, was natürlich am besten und einfachsten damit funktioniert, dass man dessen Meinung vertritt.
      Zu meiner Schulzeit war das noch was schlechts, ein Mitläufer zu sein. Heutzutage ist es hipp. #Werteverfall.
      Dass sich die Dinge so schnell entwickeln halte ich für eine Ausrede. Das ist das Argument meiner Großeltern, damit sie den ganzen Tag Fernsehen schauen (Tatort & co, gerne die Wiederholung auch zum fünften Mal) u sich von Dosensuppe ernähren können und mir weiß machen wollen, sie können kochen und zugleich diskutieren wollen, ohne jegliche Grundlage über das Thema zu haben. Will man ihnen was Neues zeigen - etwas, das ihr Leben bereichern oder wieder lebenswert machen könnte - Fehlanzeige. Kein Garten, keine Blumen, keine Sprache - gar nichts. Die feeden u surrendern einfach bei Minute 20 und schreiben gg, wp. >.>
      Die Leute heutzutage sind psychisch einfach stinkefaul und unfähig. Die nachwachsende Generation erst Recht, wie man an der allgemeinen LoL Community so schön sehen kann. Heisst das also nun, dass sie, wie du andeutest, alle an Alexrythmie leiden oder dass sie einfach hypersensibel sind, da sie nicht mehr in der Lage sind, sich auch nur mit einer einzigen Sache persönlich auseinander setzen können? Zu viele Bewertungen wird ihnen einfach abgenommen - wie man es eben mit Kleinkindern tut. Dort jedoch geschieht es als Versuch ein Fundament zu schaffen, damit das Kind nachher selbst urteilen kann und nicht, um Dinge einfach so zu übernehmen. Man verkrüppelt, wie du sagst, die Werte und Worte.

      Das verführt natürlich auch irgendwie zum Trollen. Bekannte von mir posten auf Facebook anti-Rassismus Bilder. Beispielsweise hatte eine ein Bild drin mit der Aufschrift "Rassismus kennt viele Gesichter - und alle sind hässlich!" Der Witz daran ist, dass sie auf ihrem Avatar mit ihrem Hund zu sehen ist. Somit folgt eine höchst berechtigte Frage von mir: "Also bist du und alle Haustierbesitzer hässlich?" ... Sie verstehen nichtmal, dass ich da auf ihre Mensch-Tier Beziehung anspiele, und nicht im Traum daran denke ihren Post mit etwas Anderes in Verbindung zu setzen. Weil der Ursprung des Wortes nunmal diese Definierung besitzt. Das, was man sonst noch so damit verbindet, wird von Leuten benutzt, die zu faul sind, sich mit diesem (oder irgendeinem Thema) richtig auseinander zu setzen. Das ist das Gleiche wie mit Veganern über Regenwälder, mit PETA über Ozonschichten, mit Religiösen über die Evolution, mit Sozialpädagogen über Psychologie oder mit Arbeitsamtleuten über das Arbeitsleben zu diskutieren. Makes no sense. Allgemein diskutiert man heutzutage sau ungerne noch, fällt mir auf.

      Da fällt mir mein absoluter Lieblingswitz ein, der symbolisch ganz gut passt; Sitzen zwei Dachdecker auf 'nem Dach. Da stubst der Eine den Anderen an und fragt: 'Eh, du. Darf ich dich mal schubsen?' Daraufhin schaut der Andere den Einen an und meint: "... Nein." :D
      Dann würde ich mich postum mal als psychisch faul bezeichnen :D Meine Devise war immer die LMAA-Haltung, einfach, weil es viele Personen gab mit denen ich diskutiert habe und wir uns im Kreis gedreht haben.
      Das ging so weit, bis ich mit Freunden mal lautsark "diskutiert habe", dass Pogen nicht von Ska-Festivals oder igendwelchen Zeltefestivals kommt, sondern ursprünglich Teil der Punkrockbewegung war. Naja, wir ham ne gute Woche nicht miteinander geredet und danach war's wieder vergessen.
      Die Sache, die ich bei sowas dann mitgenommen hab, war einfach den kürzeren zu ziehen, da es mir im Grunde eh wurscht ist, ich weiß ja was richtig ist und was nicht.
      Kann zwar kaum egoistischer sein, aber ja, manchmal muss man einfach zurücktreten und das finde ich ist dann keine Faulheit sondern dient als Katalysator dem Zusammenleben.
      Mal abgesehen davon, dass die Alexithymie-Dunkelziffer in Deutschland tatsächlich recht hoch ist, ja, ich halte den Großteil der Menschen für zu sensibel. Fängt bei Ü18 Themen an, die ich hier nicht anschneiden darf und hört dann bei Kondolenzfeiern auf, da sollten wir so ziemlich alles mal abgedeckt ham.
      Facebook hab ich vor knapp einem Jahr einfach mal komplett gelöscht, weil mir dieses rumgelike und angestubste derart auf den Sack ging, dass es mich eher aufgeregt hat "meine sozialen Konakte zu pflegen". Vor allem was soll der Kack? Facebook ist für den Menschen wie die Fischleiter für Fische. Die Personen die ich einfach mal so als Bekanntschaft geaddet habe waren sowieso danach total uninteressant und es ging einfach ums Prinzip. Und gäbe es kein Facebook würde ich mir einfach die Schlüssel schnappen und bei Freunden wie früher anklopfen und fürn Bier vorbeikommen - das mach ich übrigens wieder seitdem der Scheiß gelöscht wurde.
      Ich glaub einfach, jedem das seine. Zur LMAA-Haltung hab ich noch ne zweite wichtige Divise hinzugefügt, Leben und Leben lassen. Eine Meinung die ich anfechte juckt mich doch ab dem Moment schon nicht mehr, ab dem ich sie anfechte, weil ich nicht dazu da bin, anderen meine Meinung aufzudrücken, wenn jeder eigene Erfahrungen machen soll.
      Ich empfinde das mit dem Diskutieren genauso aber auch mit dem wichtigen Unterschied, dass kommunizieren von Fehlern aka. direktes und nicht subjektive Feedback, ohne dessen Lösung, ein viel beliebterer deutscher Volkssport geworden ist. Soll heißen, Feedback wird nur noch in der zweiten Person Singular ausgesprochen, was laut nem netten Bekannten, ehemals Neurologie Prof., absolut fatal falsch ist. Soweit ich weiß ist selbt Kritik üben immer noch subjektives aufzeigen von Fehlern und sollte mit Sätzen anfange wie: "Meiner Meinung nach,.... - Ich glaube,... - Aus meiner Sicht,... -". Heute ist das nur noch: "Hey, das is falsch."